[Interview] Meiky über seinen Podcast & Hörspiele
Meiky, der eigentlich Michael heißt, produziert seit Januar 2007 seinen Personal-Podcast “Meiky’s Podcast“, der mit 125 Abonennten bei Podster nicht zu den weniger bekannten Personal-Podcasts zählt.
Meiky’s konzeptlose Podcast-Show. Er präsentiert hier einen Podcast auf seine Art und Weise.
Skurriler, unsinniger Kram mit Gästen, Hörspielen, Musik und Fun wird als bunte Podcastshow verpackt.
in diesem Interview erzählt er von den Anfängen, seiner Technik -, die hinter den großartigen Podcast- und Hörspielfolgen steckt - und der Zukunft.
Meiky’s Promo:
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1. Wie und wann bist du auf die ersten Podcasts und auf Podcasting allgemein aufmerksam geworden?
Das war ganz simpel: Ich wollte doch nur endlich mal wissen, was zum Kuckuck eigentlich ein RSS-Feed ist. Bei der Suche danach, fiel mir immer wieder das Wort „Podcast” auf. Da ich das auch schon irgendwie mal gehört hatte und wusste es soll was mit “Radio” zu tun haben, hab ich halt danach auch noch gleich geschaut. So war dann auch mein erstes Ziel, gleich und sofort die Podsterseite. Die ganze Suche fand schon im Jahr 2006 Ende November statt.
2. Seit wann podcastest du?
Ich hörte dann also den einen, oder anderen noch heute bekannten Podcast und spielte verschiedene auch meiner Arbeitskollegin Katja vor. Sie sagte dann irgendwann zu mir: „Mensch Meiky, das kannst du doch auch, probier das mal selbst aus!” Bei soviel Ermunterung habe ich dann am 29. Januar 2007 die erste “Vorfolge” online gestellt.
3. Mit welcher Technik hast du begonnen, und welche wird jetzt zum Podcasten eingesetzt?
Angefangen hab ich am Windows-Rechner mit einem 08/15 Headset. Die Marke weiß ich gar nicht mehr. Als ich merkte, dass es Spaß macht und ich auch schon ein paar Hörer hatte, hab ich aufgerüstet auf dynamische Mikros.
Mit der besseren Sprachqualität und der besser werdenden Sprachsicherheit, kamen auch noch mehr Downloads der Folgen. Irgendwann war mir klar, so schnell hörst du hier nicht mehr auf, du willst noch besser in der Sprachqualität werden. So bin ich heute beim iMac gelandet. In diesem steckt ein kleines Behringer Mischpult und zwei T-Bone SC400 Membran Kondensatormikros. Ein Federgalgen am Tisch und ein Bodengalgenstativ gehören auch mit dazu. Für unterwegs, sowie für Geräuschaufnahmen zu den Hörspielen, nutze ich den digitalen Audiorecorder Zoom H4. Einfach nur genial das Teil.
4. Warum podcastest du?
Na, das ist ja eine leichte Frage. Es macht einfach Spaß. Ein toller Nebeneffekt ist, dass sich die eigene Sprache sogar verbessert hat. Zumindest, wenn ich meiner näheren Umgebung Glauben schenken darf.
Eine unerwartete und absolut spitzenmäßige Begleiterscheinung ist auch, dass ich nie gedacht hätte, soviel großartige Menschen über das Podcasten kennen zu lernen.
5. Was bewegt dich immer wieder eine neue Folge zu veröffentlichen?
Meine Hörer, die mir in Sachen Hörspiel immer wieder schreiben: „Wann geht es denn nur weiter?”. Die Sucht einfach wieder was machen zu können, mit der Software zu spielen, mit der Audiotechnik rum zu testen. Und auch hier ganz klar wieder, der pure Spaß bei der Sache.
6. Wie bewertest du „Podcasts” als Medium neben Zeitung, Radio & TV? Was muss noch verbessert werden, oder was haben Podcasts, was die andren Medien nicht haben?
Ich denke Podcast ist zu allen anderen Medien ein zusätzliches Medium, das die Palette erweitert. Ähnlich wie das Handy als Ergänzung zum Festnetzanschluss.
Verbessert werden sollte unbedingt die Bekanntheit, was ein Podcast eigentlich ist. Da fehlt es noch sehr. Sagt man z.B. ich gucke Fernsehen, weiß jeder sofort was Sache ist. Sagt man ich höre Podcast, gibt es viele Fragen.
Was Podcast hat, was andere nicht haben? Hmm - es ist meist von privaten Personen, es ist die andere Unterhaltung, man ist verbundener und enger zusammen mit seinen Konsumenten als bei einer Fernsehsendung. Sicher gibt es noch viel mehr und andere Gründe, aber gerade hier wird jeder Podcaster seine komplett eigene Meinung haben, weil es ja zumeist private Projekte sind.
7. Du machst ja viel in Richtung „Hörspiele”. Auch mit anderen Podcastern gemeinsam. Wie ist die Zusammenarbeit und der Kontakt zu anderen Podcastern?
Der ist einfach nur super. Ich hätte nie gedacht, dass Menschen, die ich zum Teil vor dem Hörspiel gar nicht kannte, plötzlich so bei der Sache sind und freiwillig mitsprechen wollen. Ich hoffe, dass alle durchhalten bis zur Auflösung der Geschichte, denn da wird mit Sicherheit jeder Mitsprecher was davon haben. Mehr kann ich nicht verraten, da war wohl schon zu viel.
Der persönliche Kontakt zu den Mitsprecherpodcastern ist einfach nur perfekt. Über Skype, Chat und Mail sind alle immer da, schnell zu erreichen und gern bereit für ein privates Schwätzchen außerhalb des Hörspiels. Wie schon gesagt, es sind wirklich ganz, ganz großartige Menschen. Immerhin machen alle unbezahlt und freiwillig mit. Ich kann dafür einfach nur ein riesiges DANKE sagen. Wo hat man das noch auf der Welt?
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8. Ein Hörspiel ist ja nicht so einfach zu produzieren wie eine “normale” Podcast-Folge, besonders wenn es, wie bei dir, mehrere Mitsprecher gibt. Wie viel Zeit geht drauf , von der Ideenfindung bis hin zum Hochladen beim Podspace-Anbieter?
Ich hab da echt null Ahnung was genau an Zeit drauf geht. Abends schreib ich das immer, dann wenn ich mal Ideen hab. Da gehen jetzt mal 10 Minuten drauf dann mal 30, dann wieder ´ne Stunde. Dann kommt die Phase des Wartens, das das Eingesprochene der Mitsprecher zurück kommt. Wobei das gar nicht so schlimm ist, da sich das Schreiben mit dem Produzieren kreuzt. Es läuft quasi parallel.
Ich will das mal so ausdrücken, wenn ich mich jeden Abend immer ca. ´ne Stunde mich dem Hörspiel beschäftige, wozu auch das Geräusche sammeln, Schreiben, Musiksuchen, Probehören, Filtern, Hochladen und noch ein paar Kleinigkeiten mehr gehören, hab ich sicher so 3 Wochen an einer Folge zu tun, die dann zwischen 20 und 30 Minuten lang ist.
Aber ich möchte mir die Zeit auch lassen, da es nix bringt schnell, schnell zu produzieren und dann hört es sich an wie Quark, weil nix so recht zusammenpasst.
9. Abschließend noch eine Frage: Gibt es Zukunftspläne für deinen Podcast?
Zukunftspläne für meinen Podcast? Die stellst du ja genau an den Richtigen. Als ich das Hörspiel so aus Spaß begonnen habe, wusste ich noch nicht mal was für Ausmaße es annehmen würde. Genauso verhält es sich auch mit dem Rest der Sendungen. Das einzige was für die Zukunft geplant wird, und das ist ja oben schon zu lesen, ist eben, das das Hörspiel vorab geschrieben und das hier eine Art Planung dahinter steckt.
Was ich allerdings ganz sicher sagen kann ist: Die Hörspielgeschichte wird in der 1. Staffel ein Ende haben. Ich wünsche mir, dass dieses dann so gut ankommt, dass ich eine zweite Hörspielstaffel bringen kann, für die ich in den jetzigen Folgen schon kleine Steinchen gelegt habe.
Klar ist dann auch, wenn die Sprecher dann noch Lust und Spaß an der Sache haben, diese ebenso wieder mit einzubeziehen.
Weiterführende Links
- Meiky’s Podcast (Podster | Podcast.de)
- Meiky’s Hörspiele-Podcast (Podster | Podcast.de)
- Twitter: Meiky



















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Hallo Phil, einfach vielen Dank kann ich da nur sagen, das ich hier als Erster von Dir auf der Seite zu einem Interview gefragt worden bin. Fühle mich echt geehrt.
Gruß
Meiky
Ein absolut nettes Interview! Spricht mir aus der Seele der Meiky
Schön das auch die Zusammenarbeit und die Kommunikation mit den anderen Podcastern aufgegriffen wird. Malt ein schönes Bild von der “kleinen Podcaster-Familie”!
Jetzt guck ich mir die Seite mal weiter an…
LG Nina
Hallo Phil,
sehr schönes Interview mit dem Meiky. Ich befürworte deine Seite und werde sie demnächst auch auf meiner Podcastseite verlinken. Ich hoffe da kommt noch viel mehr.
LG
Space Monkey
@Meiky: Ich muss mich ja für das spannende Interview bedanken
@NinaBerlin: Das Miteinander bei Podcastern finde ich auch immer sehr spannend. Meistens wesentlich spannender als Zahlen und Aufnahmetechniken.
@Space Monkey: Vielen Dank
Freut mich, wenn diese Seite ihren Nutzen erfüllt. Werde mir deinen Podcast auch auf jeden Fall anhören - habe ich bisher nämlich noch nicht ;-).
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